Auktion Klassische Fahrzeuge

FAHRSPASS „UNPLUGGED“

Kurz vor der Sommersaison zeigen sich 109 klassische Fahrzeuge, rund die Hälfte davon Motorräder, von ihrer besten Seite: So bereitet Altern in Schönheit Vergnügen! Am 15. Juni 2019 gehen sie im Dorotheum Vösendorf bei der Auktion „Klassische Fahrzeuge“ an den Start.

Hier trifft man etwa auf ein extrem seltenes Käfer Cabriolet aus dem Jahre 1952, nach der Form des Heckfensters auch „Brezelcabrio“ genannt:

1952 Volkswagen Type 15 Karmann Cabriolet, seltenes frühes Käfer Cabriolet, deutsche Auslieferung, seit 1954 in Österreich,
fast 25 Jahre beim letzten Besitzer, Schätzwert 45.000-60.000, Auktion Klassische Fahrzeuge, 15. Juni

Das VW Käfer Cabriolet zählt nach wie vor zu den beliebtesten Cabrios aller Zeiten. Produziert wurden sie ab 1949 in Kooperation mit der Karosseriebaufirma Karmann aus Osnabrück. Nachdem eine Vorserie von 25 Fahrzeugen die harten VW Tests mit Bravour absolvierte, bestellte Wolfsburg eine erste Serie von 1.000 Stück. Bereits drei Jahre später lief das zehntausendste Cabrio vom Band und die Produktion endete erst 1980. Als Brezelcabrios werden die bis 1952 gebauten Cabrios bezeichnet, eben weil die Limousinen dieser Ära das markante Heckfenster hatten. Ab 1951 gab es für ein Jahr ein besonderes Ausstattungsmerkmal: die Seitenteile vorn bekamen zur Belüftung des Fußraums Ausstellklappen, bald als “Rheumaklappen“ tituliert. Mit DM 6950 war das Cabrio um die Hälfte teurer als die Standard-Limousine.
(Lesen Sie mehr über das VW Käfer Cabriolet hier!)

Die Highlights der Auktion kommen aus den Häusern Jaguar, Ferrari und Alfa Romeo: der 1938 S. S. 100 Jaguar 2 ½ Litre  – einer von 198 weltweit und einer der Vorkriegssportwagen schlechthin – und der Ferrari 250 GT/E Pininfarina 2+2 Serie III. Mit dem 1948 Alfa Romeo 6C 2500 Sport Berlinetta Touring haben wir es mit einem der prestigereichsten Superautos der Nachkriegszeit zu tun, das eine elegante Karosserie mit einem Sportwagenmotor verbindet:

1938 S. S. 100 Jaguar 2 1/2 Litre, Einer von 198 zweieinhalb Liter S.S. Jaguar 100, äußerst aufwändige und penibel dokumentierte Schweizer Restaurierung, seit 37 Jahren bei Einbringer, Schätzwert € 290.000-370.000, Auktion Klassische Fahrzeuge, 15. Juni

Im Jahr 1936 – ein Jahr nach der Namensgebung Jaguar – bekam auch der Sportwagen einen neuen Motor verpasst. Der hieß nun S.S. 100 Jaguar und hielt, was er versprach. Bald schon tummelten sich die relativ preiswerten Sportwagen auf den Rennstrecken der Insel und fuhren alles in Grund und Boden. 1937 folgte mit dem 3½ litre die nächste Ausbaustufe, doch der große Krieg bedeutete nach nur 300 Stück ein jähes Ende für die Produktion. Nach dem Krieg gab Lyons der Firma noch einmal einen neuen Namen, Jaguar Cars. Der blieb bis heute und der S.S. 100 gilt als Begründer deren Legende und als einer der Vorkriegssportwagen schlechthin!
(Lesen Sie mehr über den S.S. 100 Jaguar hier!)

1963 Ferrari 250 GT/E Pininfarina 2+2 Serie III, seit 20 Jahren beim Einbringer, Matching Numbers, Schätzwert € 280.000-360.000, Auktion Klassische Fahrzeuge, 15. Juni

“A not only grand, but glorious, touring car“
Mit diesen Worten begann der Testbericht des amerikanischen Road & Track Magazines. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Mit Ausklang der 1950er Jahre endete bei Ferrari die Zeit der Einzelstücke, es begann etwas, bei dem man beinahe versucht ist es Serienfertigung zu nennen. Es gab von Pininfarina eingekleidet ein zweisitziges Coupé und dazu ein Cabriolet und es gab von Scaglietti auf verkürztem Radstand die Berlinetta zum Rennfahren und als offenes Pendant dazu den California Spider. Obwohl Ferrari, oder besser gesagt die Carrozzeria Ghia, in den 1950ern schon einzelne 2+2 sitzige Sportwagen baute, sah Enzo Ferrari darin eine Lücke, die es zu schließen galt und den Auftrag dazu erteilte er Pininfarina.
(Lesen Sie mehr über den Ferrari 250 GT/ E Pininfarina hier!)

1948 Alfa Romeo 6C 2500 Sport Berlinetta Touring, lückenlos dokumentiert seit dem ersten Tag, seit 1989 beim Einbringer, Schätzwert € 260.000-340.000, Auktion Klassische Fahrzeuge, 15. Juni

1925 präsentierte Alfa Romeo mit dem 6C ein vollständig neues Auto, das sich mit den ganz Großen duellierte. Speziell der famose Reihensechszylinder-Motor machte von sich reden und war nicht umsonst namensbildend. 1927 ging der Ur-6C als 1500 in Produktion. Im Laufe der Jahre wuchs der Hubraum auf 1.750 ccm und ging über 1.900 ccm auf 2.300 ccm im Jahre 1933. Ab 1939 erreichte der 6C in der letzten Evolutionsstufe schließlich 2.500 ccm. Auf der 29. IAA im März 1939 in Berlin wurde neben dem 6C 2500 Tourismo mit 3.250 mm Radstand auch der leistungsstärkere 6C 2500 Sport vorgestellt mit einem kürzeren Radstand von 3.000 mm. Nach dem Krieg wurde die Produktion in anfänglich geringsten Stückzahlen wieder aufgenommen. Wie bereits vor dem Krieg waren die 6C sehr teure Fahrzeuge, die dementsprechend auch von den unterschiedlichsten Karosserie-Künstlern individuell eingekleidet werden konnten.
(Lesen Sie mehr über den lfa Romeo 6C 2500 hier!)

Sammlung Heinz Prüller

1982 Porsche 911 SC 3.2 Liter Werksversuchswagen Ex-Helmuth Bott, 3.2-Liter Werksversuchswagen, angemeldet auf die Versuchsabteilung in Weissach, seit 1984 bei Heinz Prüller in Zweitbesitz, Matching Numbers, Schätzwert € 160.000-220.000, Auktion Klassische Fahrzeuge, 15. Juni

Manche Kandidaten haben auch namhafte Vorbesitzer aufzuweisen, wie etwa den Sportkommentator Heinz Prüller, den unerreichten Formel-I-Experten des Österreichischen Rundfunks. Der „Stimme der Formel I“ gehörten der 1992 Alfa Romeo Spider 2.0 sowie der 1982 Porsche 911 SC 3.2 Liter. Der langjährige Fahrer dieses Porsche-Prototypen, eines Unikats, war Helmuth Bott gewesen, seines Zeichens von 1979 bis 1988 als Vorstand für Forschung und Entwicklung für zahlreiche große Würfe aus dem Hause Porsche verantwortlich.
(Lesen Sie mehr über den Porsche 911 SC hier!)

1963 Volkswagen T1 Sondermodell 21 Fenster, originaler Samba-Bus in herausragendem Zustand, ausgeliefert nach San Francisco, von VW zertifizier, Schätzwert € 80.000-110.000, Auktion Klassische Fahrzeuge, 15. Juni

Nostalgikern wird warm ums Herz beim orangen VW-Samba, genauer gesagt bei einem komplett erneuerten 1963 Volkswagen T1 Sondermodell mit 21 Fenstern. Als Kind der 1960er war der Bus tatsächlich nach San Francisco eingeschifft worden, das einige Jahre später der Himmel auf Erden für VW Busse werden sollte.
(Lesen Sie mehr über den Volkswagen T1 hier!)

INFORMATIONEN zur AUKTION

Auktionsdatum: 15. Juni, 15.00 Uhr

Auktionsort: Dorotheum Fahrzeug und Technik Zentrum Wien, 2331 Vösendorf, Doktor Robert Firneistraße 6-8

Besichtigung: ab Donnerstag, 13. Juni

Schauen Sie sich jetzt den Katalog zur Auktion an und lesen Sie mehr zu der Geschichte der einzelnen Fahrzeuge!

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