Volle Schatzkammer – Antiquitäten und Gemälde aus der Sammlung Hofstätter

Sammlung Reinhold Hofstätter, Palais bei der Strudlhofstiege, der ehemalige Wohnsitz Hofstätters

Am 10. Mai kommt im Dorotheum der erste Teil der Sammlung Reinhold Hofstätters zur Auktion. Darunter finden sich Antiquitäten und Gemälde des legendären Wiener Kunsthändlers vom Mittelalter bis zum Art déco.

Kunsthändlerlegende Hofstätter

Reinold Hofstätter ist eine Legende unter den Wiener Kunsthändlern der 2013 verstarb. 60 Jahre seines Lebens als Galerist waren geprägt von leidenschaftlichem Kunst-Enthusiasmus und große Kennerschaft die seine Arbeitsweise zeichneten. 1953 eröffnet er sein erstes Geschäft in der Dorotheergasse, dem Ondit zufolge mit dem Erlös einer ererbten goldenen Taschenuhr. Seinen Standort in der Bräunerstraße eröffnete er Ende der Sechzigerjahre.

Salon Hofstätter
Salon Hofstätter

Auktion 600 ausgesuchter Antiquitäten

Nach der erfolgreichen Versteigerung des Inventars seines Sommerwohnsitzes Schloss Schwallenbach in der Wachau im vergangenen Herbst, kommt nun der gesamte Bestand aus den Niederlassungen Dorotheergasse und Bräunerstraße, sowie sämtliche Gemälde und Kunstgegenstände aus Hofstätters Wohnung zur Auktion.

Insgesamt sind es rund 600 Kunst- und Dekorationsgegenstände, die alle mit höchster Kennerschaft zusammengetragen wurden. Die ausgesuchten Antiquitäten gelangen in zwei Teilen – eine im Mai 2017 und eine im Herbst 2017 – zur Versteigerung im Dorotheum.

Cornelis Engebrechtsz. (1460/62 - 1527) und Werkstatt, Ecke Homo, Öl auf Holz, 91 x 63 cm, Schätzwert € 60.000 – 80.000
Cornelis Engebrechtsz. (1460/62 - 1527) und Werkstatt, Ecke Homo, Öl auf Holz, 91 x 63 cm, Schätzwert € 60.000 – 80.000
Hispano-Flämische Schule, 2. Hälfte 15. Jh. Triptychon, Öl auf Holz, 102,4 x 130 cm, Schätzwert € 80.000 – 100.000
Hispano-Flämische Schule, 2. Hälfte 15. Jh. Triptychon, Öl auf Holz, 102,4 x 130 cm, Schätzwert € 80.000 – 100.000

Vom Mittelalter bis zum Art Déco

Hofstätters Sammlung fasziniert durch seine Bandbreite: Seine weitläufige Wohnung lag an der nicht zuletzt durch Heimito von Doderers Roman berühmt gewordenen Strudelhofstiege und beeindruckte mit mehreren reich ausgestatteten Salons mit Skulpturen, Tapisserien und Gemälden. Das Inventar der wie eine Schatzkammer  anmutenden Räume umfasste eine 3 x 5 m große Brüsseler Tapisserie mit einer Herkules-Szene ebenso wie eine Balthasar Permoser zugeschriebene allegorische Büste oder einen deutschen Barock-Schreibaufsatz-Schrank und vereinte alle Stilepochen vom Mittelalter bis zum Art Déco.

Waldmüller und Alte Meister

Höhepunkt der Sammlung ist ein Gemälde von Ferdinand Georg Waldmüller, die „Kinder am Morgen Bilder betrachtend“ aus dem Jahr 1853. Besonders beeindruckend präsentieren sich auch die zahlreichen Altmeistergemälde darunter ein „Ecce Homo“ von Cornelis Engelbrechtsz und seiner Werkstatt sowie ein Altarbild aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

 

Ferdinand Georg Waldmüller, Kinder am Morgen Bilder betrachtend, 1853, Öl auf Holz, Schätzwert € 400.000 – 500.000
Ferdinand Georg Waldmüller, Kinder am Morgen Bilder betrachtend, 1853, Öl auf Holz, Schätzwert € 400.000 – 500.000

AUKTION
Hofstätter Teil 1 – Sammlung Reinhold Hofstätter
10. Mai 2017

Hofstätter Teil 2 – Sammlung Reinhold Hofstätter
Mitte September 2017

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