Konferenz „Wiener Porzellanmanufaktur“ im MAK

Wiener Porzellanmanufaktur

Am 15. und 16. Oktober 2015 wird im MAK FORUM in Kooperation mit dem Dorotheum ein Symposium veranstaltet. Dieses bildet den offiziellen Auftakt der wissenschaftlichen Vorbereitungen zur Jubiläums-Ausstellung „300 Jahre Wiener Porzellanmanufaktur“, welche 2018 im MAK zu sehen sein wird.
Ziel des Symposiums ist es aktuelle Themen und Probleme der Porzellanforschung rund um die Wiener Porzellanmanufaktur zu identifizieren und zu präsentieren.

Von Juni bis Oktober 2018 soll die große Ausstellung im MAK die Gründung und Geschichte der zweitältesten europäischen Porzellanmanufaktur, der Wiener Porzellanmanufaktur, beleuchten, welche durch die im Mai 1718 erfolgte Vergabe des kaiserlichen Privilegiums zur Porzellanerzeugung in Wien an Claudius Innocentius Du Paquier erfolgen konnte.

Internationale Porzellanexpertinnen und -experten, Historikerinnen und Historiker werden im Symposium ausgewählte Themen behandeln, wobei die Beiträge von der Porzellanerzeugung in Wien über die einzelnen Gebiete des Wiener Porzellans bis zur Geschichte des Sammelns von Wiener Porzellan einst und heute reichen. Auch der Aspekt der Beziehung zu den anderen Porzellanmanufakturen des 18. und 19. Jahrhunderts in Europa wird in verschiedenen Facetten thematisiert.

Ursula Rohringer, Dorotheum-Expertin für Glas und Porzellan, wird im Zuge der Konferenz am Donnerstag, den 15. Oktober, über den Handel mit Wiener Porzellan sprechen.

Das Vortragsprogramm

Donnerstag, 15. Oktober 2015

10.15: Begrüßung und Einführung, Besprechung des Zwecks und Zieles des Symposiums durch Rainald Franz, MAK

10.45: Ulrike Scholda, Wien: Der grafische Nachlass der Wiener Manufaktur im MAK

11.15: Michael Poelzl, Wien: „En public“ bis „en retirado“. Das Tafelzeremoniell am Wiener Hof in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts

11.45: Andreina d´Agliano, Turin: Vienna, Florence and Turin. The Du Paquier manufactory and its influence on early Italian porcelain

12.15 – Mittagspause –

13.30: Maureen Cassidy-Geiger, New York: Looking at Du Paquier-period Vienna porcelain with Meissen eyes: some thoughts on avenues of contrast and comparison

14.00: Katharina Hantschmann, München: Die Porzellanmanufaktur Du Paquier und Meißen

14.30: Errol Manners, London: „The travels of an Arcanist, Joseph Jacob Ringler“

15.00: Alfred Ziffer, München: Wien und Nymphenburg, die Formensprache beider Manufakturen im Schaffen des Modelleurs Josef Ponhauser

15.30: Ursula Rohringer, Expertin für Glas und Porzellan im Dorotheum: Der Handel mit Wiener Porzellan im Dorotheum

16.00:  Abschlussdiskussion

anschließend: Führung durch die Schausammlung des MAK mit Schwerpunkt Wiener Porzellan: MAK Design Labor, Dubsky-Zimmer, Zwettler Tafelaufsatz, Saal Biedermeier mit Rainald Franz, Kustos für Glas und Keramik im MAK

 Freitag, 16. Oktober 2015

10.00: Annette Ahrens, Wien: „Dem Porträt ins Gesicht geschaut“ – Anregung zu einer komplexen Betrachtung von kaiserlichen Büsten aus Wiener Biskuitporzellan

10.30: Stefan Schnöll, Wien: Portraitbüsten aus Wiener Porzellan

11.00: Elisabeth Sturm, Wien: Die Wiener Porzellanfiguren im 18. Jh. als Zeitzeuge

11.30: Waltraud Neuwirth, Wien: Blumenakrosticha aus der Wiener Manufaktur

12.00: Michael Macek, Wien: Das „Hülfswerk von Engelhardtszell“ und dessen Folgen 1798 – 1809+

12.30 – Mittagspause –

14.00: Cristina Maritano, Claudia Lehner-Jobst Turin/Wien: „This specimen appears to be of Venetian origin“ (Dieses Beispiel scheint aus Venedig zu stammen) Der gelehrte Sammler als Museumsdirektor: Emanuele d´Azeglio und seine Wiener Porzellane der Manufaktur du Paquier (The scholarly collector as museum director: Emanuele d´Azeglio and his Vienna porcelain from the Du Paquier factory)

14.30: Philipp Revertera, Wien: „The Unexhaustable Object“. Kann das Sammeln von Wiener Porzellan neben dem sinnlichen Vergnügen heute noch gedankliche Anregung und Bereicherung sein?

15.00: Leonhard Weidinger, Wien: Die Wiener Porzellan-Szene um 1904 Die Porzellansammlungen in Wien im 20.  Jahrhundert als gesellschaftliches Phänomen im Lichte der Provenienzforschung.

15.30: Abschlussdiskussion, Ausblick

MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst
Stubenring 5
A-1010 Wien

Beitragsbild: Tafelaufsatz aus dem Stift Zwettl, Wien 1768 und früher
Allegorie der Porzellanerzeugung mit den vier Kardinaltugenden
Kaiserliche Porzellanmanufaktur, Wien
Porzellan, glasiert
MAK Ke 6823
(Foto Nr. 300, © MAK )

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